Zu Gast auf einer Massai-Hochzeit in Tansania

von Detlev Roth, Weimar

An der Grenze zwischen Kenia und Tansania leben etwa 300.000 Massai, sie sind Halbnomaden. Ihre Rituale sind vom Aussterben bedroht, da immer mehr Eltern ihre Söhne auf die Schulen der umliegenden Städte und damit in eine andere Welt schicken.

Die Massai haben viele Übergangsrituale, die den Menschen von einem Lebensabschnitt zum nächsten führen. Die Beschneidung der Jungen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren ist Symbol für den Ausklang der Kindheit und Jugend, sie werden zum Morani (Krieger). Die Bekleidung mit schwarzem Schurz, die Bemalung mit weißer Kreide und der Kopfschmuck aus Straußenfedern sind die Zeichen des neuen Status.

Der junge Morani lässt sich das Haar lang wachsen und reibt es mit Ocker ein, die Ohrläppchen werden mit bunten Perlen geschmückt. Mit dem Springtanz (Adumu) werden Lieder von legendären Viehdiebstählen und Kämpfen in Erinnerung gerufen.

Das Eunuto- Ritual beendet die Zeit des Kriegers, sie ehrt das Erbe der Massai und stärkt deren Zusammenhalt. Es ist der Übergang zum reifen Mann. Als Zeichen dafür tragen sie entrindete Stöcke statt Speeren. Die Haarschur, die bewegendste Szene des Rituals, symbolisiert das Ende der Kriegerzeit. Ein Massai kann erst nach diesem Ritual eine Frau heiraten.

 

Massai-Gruppe mit Bräutigam
Mutter mit Kind

 

Zur Person

In meiner frühen Jugend habe ich angefangen zu fotografieren, und diese Leidenschaft hält bis heute an. Doch beschränkt sich diese hauptsächlich auf die Reisezeit, zur Erinnerung und Dokumentation von Erlebnissen, aber auch, um Freunden und Bekannten die Eindrücke bildlich zu vermitteln.

Seit meiner ersten Reise nach Kenia und Tansania im Jahr 1994 folgten noch zahlreiche Fahrten in die Berge, die Tierwelt und natürlich zu den Menschen Ostafrikas.

 

Kontakt:

Detlev Roth
Am Pappelgraben 1
D-99425 Weimar-Taubach
E-Mail: roth-weimar@t-online.de